Erstkommunion
Kommunion feiern bedeutet Kumpane werden
Was Kinder bei der Kommunionkatechese erfahren ist:
Ich bin aufgerufen, diese Einaldung anzunehmen und als Christin oder Christ zu leben. Was in der Taufe einmal begonnen hat, wird in der Feier der Eucharistie bestärkt und vertieft.
Jesus ist Lebensbrot und Lebenswein. Wer irdisches Brot isst, wird wieder hungrig. In Jesus wird jedoch das tiefste Verlangen der Menschen nach Leben, wird der Hunger nach Leben gestillt. Wein verweist zum einen auf Genuss, Lebensfreude und Lebendigkeit (Hochzeit von Kana). Das Fehlen des Weines signalisiert Traurigkeit, Einsamkeit, Resignation. Darüber hinaus verweist der Wein auf den Bund Gottes mit den Menschen, der in der Hingabe Jesu seine ganze Tiefe erfährt. Die biblische Antwrt auf den inneren Hunger und Durst der Menschen, eine Erfahrung auch von Kindern in ihrer noch jungen Entwicklung und Lebensgeschichte, lautet: Wir empfangen Jesus als Leben im Essen und Trinken seines Leibes und Blutes.
Jesus Christus wird unser Kumpane, wir werden einander zu Kumpanen. In diesem Wort stecken die beiden lateinischen Wörter cum = mit und panis = Brot. Kumpane sind wir, wenn wir miteinander Brot teilen und essen. In der Eucharistiefeier werde ich zu einem, der kein Eigenbrötler bleibt, sondern mit anderen das Brot Christi teilt, auch das tägliche Brot den Alltag, die Mühe, das Leid, die Freude, die Hoffnung, das Fest. Teilen gehört wesentlich zur Eucharistie. Darauf machen die Brotvermehrungsgeschichte der Evangelien aufmerksam. Der Wein erinnert an den Bund Gottes mit den Menschen. In der Eucharistiefeier treten wir also immer neu in die compania Christi ein, in seine Nachfolge.
Das Wort "Messe" das wir ebenfalls für die Eucharistiefeier gebrauchen, kommt vom lateinischen missa = Sendung. Zur Eucharistiefeier gehrt untrennbar die Sendung zu den Menschen. In beidem ereignet sich Begegnung mit Jesus.

